Wo steht Bio im Supermarkt (2)? Rewe Bio und der Goldene Gondelkopf
Testmärkte, Warengruppe, Eigenmarke: So geht Rewes Erfolgsformel für den Bio-Mainstream. An manchen Standorten rammt der Händler die hart erarbeitete Kompetenz jedoch mit der Discount-Palette weg.
Bio wächst – auch und vor allem im klassischen Lebensmitteleinzelhandel. Das ist Anlass fürs Supermarktblog, sich die Strategien der beiden großen Vollsortimenter einmal genauer anzusehen. Warum das interessant und wichtig ist, steht an dieser Stelle im Blog. Und hier geht’s jetzt ganz konkret: um Rewe.
Nur Mitglieder lesen die ganze Analyse: Wie Rewe seine Bio-Kompetenz gezielt am Einkaufsverhalten von Mischkäufer:innen ausrichtet. Wie der Händler seine Strategie in Hamburg in einem einzigen Sichtfeld zerlegt. Und was dazu beiträgt, dass Kund:innen beim Bio-Einkauf immer häufiger Drogeriemärkte bevorzugen.
Es war einmal: eine Handelskette aus Köln, die ins Land auszog und dort ein wundersames Geschenk erhielt. Ein magisches Regal, das sich wie von selbst einräumte. Mit der günstigsten und größten LEH-Bio-Eigenmarke, Bio in jeder Warengruppe, Bio im Block, Bio am Gondelkopf, Bio im App-Coupon. Und weil die Kundschaft das schätzte und stetig wiederkam, lebte die Handelskette fortan im Wohlstand.
Okay, bisschen übertrieben. Denn eigentlich ist es kein Märchen, das Matthias Sinn, Head of Omnichannel Category Development bei Rewe, der „Lebensmittel Zeitung“ zu Beginn des Jahres berichtete: „Mehr geht immer. Bio ist eines der wenigen Segmente, die signifikant wachsen.“
Bloß: Wie soll der Lebensmitteleinzelhandel, der dabei eine tragende Rolle spielt, dieses Wachstum möglichst nachvollziehbar auf seinen Flächen wegsortieren?
Schleichende Regaleroberung
Im Königreich zu Köln scheint man darauf einige schlüssige Antworten gefunden zu haben, setzt sie auch um – und nimmt dann Pfeil und Bogen in die Hand, um mal zu schauen, ob man sich selbst damit ins Knie schießen kann. Aber immer der Reihe nach: