Kauflands Smart-Cart-Test: Aufstecken, losscannen – abwarten

In Hessen und Baden-Württemberg testet Kaufland eine neue Variante von K-Scan, bei der Kund:innen Tablets an den Handlauf ihres Einkaufswagens klemmen. Das klappt im Laden ganz gut. Doch der potenzielle Nutzen ist derzeit noch sehr ungleich zwischen Kundschaft und Händler verteilt.

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Einkaufswagen mit Aufsteck-Tablet bei Kaufland im Rhein-Main-Gebiet. Foto: Smb

Alle, die den stationären Lebensmitteleinzelhandel bislang als Zufluchtsort genutzt haben, um beim Einkaufen mal eine Pause vom ständigen Bildschirmstarren zu machen, sind ja bereits einen gewissen Leidensdruck gewöhnt. Die Handelsketten erziehen ihre Kund:innen zunehmend dazu, auch in ihren Läden auf Screens zu schauen: die selbst mitgebrachten, um via Smartphone-Apps Rabatte und Gutscheine freizuschalten; und die an Ort und Stelle installierten, z.B. beim Selbstkassieren.

Dabei wird es nicht bleiben. Denn viele Bildschirme sind aus Händlersicht noch nicht groß genug.

Mit „Smart Carts“ ließe sich das ändern: Einkaufswägen, die – während sie durch den Markt geschoben werden – per Bildschirm Orientierungshilfe, Sonderangebots-Hinweisgeber und Warenkorb-Übersicht auf einmal sein wollen.

Zum Tablet via Xtra-Card-Code

Edeka hat dafür mancherorts u.a. den „Easy Shopper“ eingeführt, zunächst als eigens für den Zweck konzipierte Wagen (siehe Supermarktblog). Längst gibt es aber auch Tablets, die sich einfach an den Handlauf normaler Einkaufswagen stecken lassen – der vorhandene Wagenpark wird also bloß nachgerüstet. So wie bei der Lösung des chinesischen Herstellers Hanshow.

Die norddeutsche Handelsgruppe Bartels-Langness testet das in einem Famila-Markt in Altenholz bei Kiel. Und seit dem Sommer sammelt auch Kaufland Erfahrungen mit den Aufsteck-Tablets, wie Retail Optimiser zuerst berichtete. Los ging’s in der Filiale im baden-württembergischen Jettingen-Oberjettingen, später folgte eine weitere im Rhein-Main-Gebiet. Dort hab ich die Technologie im August kurz getestet.

Die Tablets werden mittels Xtra-Card-Identifikation aus der Station entnommen. Foto: Smb

Nur Mitglieder lesen die ganze Analyse: Warum der bisherige Ablauf einen doppelten Einkaufs-Abschluss an Kasse und Tablet nötig macht; wie die Stichprobenkontrolle das Kernversprechen ausbremst; und worin für Kaufland der eigentliche Reiz besteht, größere Bildschirme in den Alltagseinkauf zu integrieren.